Viel hat sich in mir verändert. Wesentlichen Anteil daran hat eine geliebte Freundin, welche sich für mich Zeit genommen hat.
Mir geht es nicht gut. Spätestens jetzt, wo sie wieder weg ist, fühle ich mich einsam. Und das auch in Gesellschaft anderer. Ein kleines, hilfloses Kind kämpft im Körper einer erwachsenen Frau um's Überleben. Unwirklich und doch schrecklich real.
Tapfer bleiben!
Friedlich bleiben!
ATMEN!
Montag, 23. April 2012
Donnerstag, 19. April 2012
Das böse Wort
1. Ich habe nie bekommen, was ich brauchte.
2. Ich habe immer bekommen, was ich wollte.
Kein sicheres, gewaltfreies Zuhause. Eine permanente Bedrohungssituation. Körperliche und psychische Gewalt, die immer passieren konnte. Und ich... wehrlos. Die Folge: eine ständig übererregte Amygdala. Angst in mir auszulösen ist wirklich die allerleichteste Übung. Manchmal ist es so schlimm, dass ich Angst vor'm bloßen Dasein habe. Jetzt zum Beispiel. Die Angst, tief in mir drin, wie ein Geschwür, keine Chance, zu entkommen. Immer präsent, mich auffressend.
Keine Grenzen. Weil man mindestens unbewusst wusste, dass man alles so unfassbar falsch macht, war alles erlaubt. Keine "Bedürfnisse" mussten aufgeschoben werden. Das Bedürfnis, Alkohol zu trinken, zu rauchen, mit anderen feiern... mit 13. Why not. Der Mutter ins Auto kotzen. Wie witzig. Grenzen können auch Schutz geben. Der Erwachsene kennt die Konsequenzen einfach besser als das Kind.
Der freie Fall, zusammen mit meinem ängstlichen Wesen hat mir nicht gut getan. Die Sucht nur der verzweifelte Versuch, sich selbst "medikamentös" zu behandeln. Und es hat doch geklappt. Mein Fell wurde zumindest etwas dicker. Viele Trigger habe ich einfach gar nicht gespürt. Doch meine Gehirn-Chemie war irgendwann nicht mehr in diesem zweifelhaften, künstlichen Gleichgewicht zu halten. Geschuldet ist dies wohl genialen Reaktion des Gehirns, mit Toleranzentwicklung zu antworten. Was also, wenn die Helfer nicht mehr helfen? Dann kommt der Moment, an dem man sich eingestehen muss, was man schon lange vermutet hatte: man befindet sich "on the road to hell".
Was ist das für eine oberfiese Gemeinheit vom Leben, dass man für eine scheiss Kindheit mit einem scheiß Erwachsenenleben "honoriert" wird? Es gab durchaus auch ganz zauberhafte Momente, keine Frage. Es gab Phasen, in denen ich das Leben regelrecht liebte. Doch immer wieder gibt es den großen Knall und es fühlt sich an, als läge alles mühsam Aufgebaute in Trümmern. Immer wieder zurück auf Los.
In meiner Trauer bin ich nun etwas vom Thema abgeschwiffen. Das sollte eigentlich "2." sein. Ich wollte diese Trennung oft. Ich wollte sie aus Überzeugung, wenn mich nicht alles täuscht. Es fällt mir grad schwer, dieses Gefühl zu erinnern. Ich habe ihn weggebissen. Solange, bis auch er die Trennung wollte. Er sagt nein zu dieser Beziehung. Es klingt überzeugt und löst in mir ein enormes Dillema aus. Plötzlich will ich diese Beziehung. Wider aller Vernunft will ich diese Beziehung. Und mir droht eine Erfahrung, die ich nicht kenne. Es könnte sein, dass ich meinen Willen nicht durchsetzen kann. Das "2." nicht mehr zutrifft.
Natürlich klingt das kindisch. Aber diese Erkenntnis hilft mir leider gar nicht. Woher die gesunde Reaktion nehmen, wenn sie einfach nicht existent ist? Wenn die Angst im Weg steht?
2. Ich habe immer bekommen, was ich wollte.
Kein sicheres, gewaltfreies Zuhause. Eine permanente Bedrohungssituation. Körperliche und psychische Gewalt, die immer passieren konnte. Und ich... wehrlos. Die Folge: eine ständig übererregte Amygdala. Angst in mir auszulösen ist wirklich die allerleichteste Übung. Manchmal ist es so schlimm, dass ich Angst vor'm bloßen Dasein habe. Jetzt zum Beispiel. Die Angst, tief in mir drin, wie ein Geschwür, keine Chance, zu entkommen. Immer präsent, mich auffressend.
Keine Grenzen. Weil man mindestens unbewusst wusste, dass man alles so unfassbar falsch macht, war alles erlaubt. Keine "Bedürfnisse" mussten aufgeschoben werden. Das Bedürfnis, Alkohol zu trinken, zu rauchen, mit anderen feiern... mit 13. Why not. Der Mutter ins Auto kotzen. Wie witzig. Grenzen können auch Schutz geben. Der Erwachsene kennt die Konsequenzen einfach besser als das Kind.
Der freie Fall, zusammen mit meinem ängstlichen Wesen hat mir nicht gut getan. Die Sucht nur der verzweifelte Versuch, sich selbst "medikamentös" zu behandeln. Und es hat doch geklappt. Mein Fell wurde zumindest etwas dicker. Viele Trigger habe ich einfach gar nicht gespürt. Doch meine Gehirn-Chemie war irgendwann nicht mehr in diesem zweifelhaften, künstlichen Gleichgewicht zu halten. Geschuldet ist dies wohl genialen Reaktion des Gehirns, mit Toleranzentwicklung zu antworten. Was also, wenn die Helfer nicht mehr helfen? Dann kommt der Moment, an dem man sich eingestehen muss, was man schon lange vermutet hatte: man befindet sich "on the road to hell".
Was ist das für eine oberfiese Gemeinheit vom Leben, dass man für eine scheiss Kindheit mit einem scheiß Erwachsenenleben "honoriert" wird? Es gab durchaus auch ganz zauberhafte Momente, keine Frage. Es gab Phasen, in denen ich das Leben regelrecht liebte. Doch immer wieder gibt es den großen Knall und es fühlt sich an, als läge alles mühsam Aufgebaute in Trümmern. Immer wieder zurück auf Los.
In meiner Trauer bin ich nun etwas vom Thema abgeschwiffen. Das sollte eigentlich "2." sein. Ich wollte diese Trennung oft. Ich wollte sie aus Überzeugung, wenn mich nicht alles täuscht. Es fällt mir grad schwer, dieses Gefühl zu erinnern. Ich habe ihn weggebissen. Solange, bis auch er die Trennung wollte. Er sagt nein zu dieser Beziehung. Es klingt überzeugt und löst in mir ein enormes Dillema aus. Plötzlich will ich diese Beziehung. Wider aller Vernunft will ich diese Beziehung. Und mir droht eine Erfahrung, die ich nicht kenne. Es könnte sein, dass ich meinen Willen nicht durchsetzen kann. Das "2." nicht mehr zutrifft.
Natürlich klingt das kindisch. Aber diese Erkenntnis hilft mir leider gar nicht. Woher die gesunde Reaktion nehmen, wenn sie einfach nicht existent ist? Wenn die Angst im Weg steht?
Das Leben muss weiter gehen!
?
Als ob man sich zwingend dazu bekennen müsste. Das Leben geht, ausgenommen, man macht in einer Krise von der Ultima Ratio Suizid Gebrauch, immer weiter. Selbst, wenn ich mich kleinkindisch - bockig weigere, wenn sich der Gedanke, mein Leben kann gar nicht weitergehen, echt anfühlt, geht trotzdem weiter.
Weiter und weiter und weiter.
Wie sich dieses "Weiter" gestaltet, das liegt leider auch an mir. In mir liegt auch das Wissen, Aktion statt Resignation ist hilfreicher, wenn es um Bewältigung geht. Leider tendiere ich grad eher zur Resignation. Sich dieser hinzugeben, scheint mir aber insofern gefährlich, als dass ich mich irgendwie nicht darauf verlassen mag, dass das Leben schon alles für mich regelt. Ach... fuck!
Als ob man sich zwingend dazu bekennen müsste. Das Leben geht, ausgenommen, man macht in einer Krise von der Ultima Ratio Suizid Gebrauch, immer weiter. Selbst, wenn ich mich kleinkindisch - bockig weigere, wenn sich der Gedanke, mein Leben kann gar nicht weitergehen, echt anfühlt, geht trotzdem weiter.
Weiter und weiter und weiter.
Wie sich dieses "Weiter" gestaltet, das liegt leider auch an mir. In mir liegt auch das Wissen, Aktion statt Resignation ist hilfreicher, wenn es um Bewältigung geht. Leider tendiere ich grad eher zur Resignation. Sich dieser hinzugeben, scheint mir aber insofern gefährlich, als dass ich mich irgendwie nicht darauf verlassen mag, dass das Leben schon alles für mich regelt. Ach... fuck!
Mittwoch, 18. April 2012
Bemerkenswert
Dramen in so ziemlich allen Lebensbereichen und eben überkam mich doch tatsächlich ein Anflug von Euphorie. Ich glaube, mein Gehirn gibt Endorphine ab, damit ich nicht kapituliere. Cleverer Schachzug, geniales Konstrukt.
0
Katastrophe - unfassbare Katastrope. Ich habe absolut keine Ahnung, wie ich das aushalten soll. Es fühlt sich an, als müsste ich sterben. Ich weiß, dass man daran nicht stirbt.
Dienstag, 17. April 2012
3
Nachdem ich dieses Blog vor x Monaten angelegt habe, werd ich's nun auch nutzen.
Keine Ahnung, was das gibt, vermutlich viel Gejammer. Denn: meine Lebenssituation ist aktuell katastrophal.
Der Plan: mich da raus arbeiten und die Hoffnung, in einiger (?) Zeit wieder glücklich über Vergangenes milde zu lächeln.
Was es zu tun gibt: Trennung von meinem Partner, dem Oberarsch, die Suche nach einem neuen Zuhause für meine aufrichtig geliebten Kater, Umzug, Studium mit Mitte 30 beginnen, als schwer Suchtkranke die Abstinenz wieder hinzukriegen.
Ich bin eigentlich eher der gemütliche, harmonische Typ, insofern überfordert mich das Ganze "leicht". Kapitulation oder Angriff? Ich bin zuversichtlich, dass es auf Letzteres hinausläuft, auch wenn ich gelegentlich zum Erstgenannten neige ^^
Keine Ahnung, was das gibt, vermutlich viel Gejammer. Denn: meine Lebenssituation ist aktuell katastrophal.
Der Plan: mich da raus arbeiten und die Hoffnung, in einiger (?) Zeit wieder glücklich über Vergangenes milde zu lächeln.
Was es zu tun gibt: Trennung von meinem Partner, dem Oberarsch, die Suche nach einem neuen Zuhause für meine aufrichtig geliebten Kater, Umzug, Studium mit Mitte 30 beginnen, als schwer Suchtkranke die Abstinenz wieder hinzukriegen.
Ich bin eigentlich eher der gemütliche, harmonische Typ, insofern überfordert mich das Ganze "leicht". Kapitulation oder Angriff? Ich bin zuversichtlich, dass es auf Letzteres hinausläuft, auch wenn ich gelegentlich zum Erstgenannten neige ^^
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